Alkoholfrei – kein Ersatz, sondern echte Wahl
Wer heute alkoholfrei trinkt, verzichtet nicht – sondern entscheidet sich bewusst. Denn der Markt bietet mittlerweile so viel mehr als nur süße Limonade oder Saft. Ob Bio-Wein ohne Alkohol, prickelnder PriSecco, Appleritif oder komplexer Proxy – alles hat seine Berechtigung.
Das Ziel ist nicht, Wein oder Sekt zu ersetzen, sondern eine passende Alternative zu finden. Eine, die schmeckt, funktioniert und zum Moment passt. Gerade im Sommer, wenn Leichtigkeit gefragt ist, zeigen diese Getränke, wie gut alkoholfreier Genuss sein kann – ohne Kopfschmerz und ohne Kompromisse.
Was ist alkoholfreier Wein – und wie wird er gemacht?
Alkoholfreier Wein ist kein Traubensaft. Er entsteht durch ein klassisches Weinverfahren: Trauben werden vergoren, es entsteht Alkohol – der wird anschließend wieder entzogen. Je nach Methode (Vakuumdestillation, Umkehrosmose) bleibt ein Rest von maximal 0,5 % Alkohol im Getränk.
Das ist rechtlich „alkoholfrei“, aber eben nicht 0,0 %. Deshalb ist alkoholfreier Wein nicht für Kinder oder Schwangere geeignet. Auch für Menschen, die ganz auf Alkohol verzichten wollen oder müssen, ist er nicht die erste Wahl.
Ein weiterer Unterschied: Viele alkoholfreie Weine enthalten mehr Restzucker, um geschmackliche Lücken zu schließen. Für Diabetiker*innen ist das ein wichtiges Thema – aber es gibt mittlerweile auch trocken ausgebaute Varianten.
Alkoholfreier Wein ist also kein einfacher Ersatz – sondern ein eigenes Produkt mit eigenem Stil.
Secco, PriSecco & Appleritif – was ist was?
Viele verbinden Secco mit einem spritzigen, alkoholfreien Sekt – und liegen damit halb richtig. Entalkoholisierter Secco entsteht wie der alkoholfreie Wein: Erst vergoren, dann entalkoholisiert, dann mit Kohlensäure versetzt. Er ist leicht, fruchtig und unkompliziert – perfekt für den Sommerabend im Garten.
Ganz anders sieht’s bei PriSecco aus – zum Beispiel von der Manufaktur Jörg Geiger. Auch wenn der Name „Secco“ vermuten lässt, dass es sich um einen klassischen Schaumwein handelt, ist hier kein Wein drin. Diese Getränke basieren auf Fruchtkompositionen, Kräutern, Tees, Gewürzen und fermentierten Zutaten – also auf denselben Prinzipien wie Proxyweine. Sie prickeln zwar – aber nur im Glas, nicht im Kopf.
Kurz gesagt: PriSeccos sind Proxyweine mit Kohlensäure, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt.
Appleritife wiederum setzen auf naturtrüben Apfelsaft, oft mit Kräutern, Gewürzen oder Blüten verfeinert – ganz ohne Gärung, ohne Alkohol. Sie sind pur oder auf Eis ein perfekter Begleiter für den alkoholfreien Alltag – auch für Kinder oder Autofahrer*innen.