Erzähl doch mal: Wie hast du herausgefunden, dass du glutenfrei und histaminarm essen solltest/musst?
Bei mir fing das alles schleichend an. Anfangs waren es nur Kreislaufprobleme und hier und da mal Magenschmerzen nach dem Essen. Es wurde dann mit der Zeit immer schlimmer und es kamen noch Atemnot, juckender Ausschlag, Herzrasen und Durchfall hinzu, was dann auch täglich der Fall war. Nach einem langen Ärztemarathon und vielen Untersuchungen bekam ich dann irgendwann die Diagnose Histaminintoleranz und später auch HPU (Entgiftungsstörung des Körpers), weshalb ich mich ab dann möglichst glutenfrei sowie histaminarm ernähren sollte.
Was waren die größten Herausforderungen am Anfang?
Definitiv erstmal herauszufinden was ich überhaupt alles essen darf und was nicht. Obwohl ich mich bereits vor der Diagnose schon relativ gesund ernährt habe, musste ich meine Ernährung dennoch einmal komplett umstellen. Viele der Lebensmittel die vorher ein großer Bestandteil meiner Ernährung waren, enthielten unverträgliche Inhaltsstoffe oder waren generell histaminreich. Dadurch ist viel weggefallen und der Verzicht viel mir anfangs echt schwer. Einigen Lebensmitteln wie Vollmilchschokolade trauere ich manchmal immer noch etwas hinterher.
Da Histaminreaktionen aber nicht nur durch die Ernährung hervorgerufen werden können, sondern auch durch Dinge wie: starke Hitze oder Kälte, starke körperliche Belastung, Wetterumschwünge ect, musste ich auch erstmal lerne damit zurecht zu kommen, was mir auch oft schwer viel.
Gab es einen „Aha-Moment“, in dem du gemerkt hast, dass diese Ernährungsweise dir wirklich guttut?
Bereits nach einer Woche habe ich damals schon gemerkt, dass es mir besser ging und die Symptome sich gebessert haben oder gar verschwunden sind. Das hat mich natürlich motiviert dran zu bleiben.
Welche Vorteile siehst du in Bio-Lebensmitteln gerade bei Unverträglichkeiten oder einer sensiblen Ernährung?
Bio-Lebensmittel enthalten viel weniger Schadstoffe als normale Lebensmittel. Außerdem haben sie eine viel bessere Qualität und enthalten dadurch deutlich mehr Vitamine und Nährstoffe die super wichtig für unseren Körper sind. Gerade bei sensiblen Menschen können oft Reaktionen durch die Schadstoffe/ganzen Zusatzstoffe der „normalen Produkte“ auftreten. Sogar Allergien oder Autoimmunerkrankungen können irgendwann die Folge sein.
Unser Körper begleitet uns von unserer Geburt bis zum Tod und wir haben nur diesen Einen. Also sollten wir ihn mit der bestmöglichen Nahrung und guten Lebensmittel versorgen, um ihm ausreichend Energie für unseren Alltag zu geben.
Welche (Bio-)Lebensmittel hast du immer auf Vorrat?
Bei mir Zuhause findet man eigentlich immer Haferflocken, Reismehl, Reisnudeln, Reis- und Maiswaffeln sowie Backpulver. Auch verträgliche Nüsse und Kerne wie z. B. Mandeln oder Kürbiskerne habe ich immer zuhause. Außerdem friere ich gerne Gemüse ein und kaufe gerne verträgliches TK-Gemüse, da es im Alltag wirklich nochmal sehr viel Zeit spart.
Wie hilft dir der Biobote dabei, deine Ernährung unkompliziert umzusetzen?
Durch das große Biosortiment kann ich meine Ernährung viel abwechselnder gestalten. Oft ist die Vielfalt an Biolebensmitteln in einem konventionellen Supermarkt eher begrenzt. Gerade wenn man sich dann aufgrund von Allergien/Intoleranzen noch eingeschränkt ernähren muss, fällt vieles weg. Da liebe ich besonders die große Gemüse- und Obstauswahl vom Bioboten, da ich so immer etwas variieren und neue Rezepte ausprobieren kann.
Außerdem ist die Lieferung der Lebensmittel nach Hause noch ein riesen Plus!
Du teilst regelmäßig Rezepte und Tipps auf Instagram – was ist deine Motivation dahinter?
Ich wollte anderen Betroffenen zeigen das eine histaminarme und glutenfreie Ernährung nicht gleich eintönig sein muss und man auch mit diesen Einschränkungen noch viele leckere Gerichte zaubern kann. Außerdem teile ich da auch meine liebsten Tipps und Dinge, die mir den Alltag erleichtern und auch mit der Diagnose umzugehen. Es wird zwar immer mehr, aber vielen ist die Histaminintoleranz noch unbekannt, auch vielen Ärzten leider, weshalb man da oft wenig Tipps und Hilfe bekommt, gerade auch mit der Ernährungsumstellung.
Hast du einen Tipp, wie man trotz Einschränkungen lecker und abwechslungsreich kochen kann?
Sei kreativ und probiere einfach mal ein paar Dinge aus, oft schmeckt es besser als man am Anfang gedacht hätte. Und hol dir Inspiration z. B. aus dem Internet, Kochbüchern, Zeitschriften und wandle das Rezept mit für dich verträglichen Zutaten ab.
Wenn du einen Wunsch an den Bioboten hättest – sei es ein neues Produkt oder ein Service – was wäre das?
Eigentlich hat das Sortiment schon fast alles was das Herz begehrt, aber für mich wären verträgliche Müsliriegel , ein verträgliches und glutenfreies Brot/Brotbackmischung oder Chips mit Kokos- oder Olivenöl noch ein Traum.
Wenn du einem Neuling auf diesem Gebiet nur einen einzigen Tipp geben dürftest – welcher wäre das?
Nicht zu viel googeln und verzweifeln. Oft fühlt man sich am Anfang der Diagnose überfordert, gerade mit der Frage: Was darf ich denn jetzt überhaupt noch essen und was nicht. Halte dich da an eine Liste (ich kann die „ SIGHI-Liste: www.mastzellaktivierung.info sehr empfehlen) und vergleiche nicht immer viele miteinander.
👉 Gibt es noch etwas, das du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben möchtest – vielleicht eine Botschaft oder ein Motto, das dich begleitet?
Mein Lebensmotto ist never stop dreaming. Das heißt das man alles erreichen oder schaffen kann was man sich erträumt, egal an welchem Lebenspunkt man steht und das man einfach niemals damit aufhören sollte, Träume zu haben.