Station 2: Marcel Petite – Fort Saint-Antoine
In der Nähe des Lac de Saint-Point, mitten im Wald im hohen Doubs auf etwa 1100 m, erhebt sich die Hochburg des Comté. Aus einer begrünten Kuppel ragt ein großes Holztor, gefasst von massivem Gestein, erreichbar über eine Steinbrücke.
1966 entdeckte Marcel Petite diese leerstehende Festung. Gewölbte Gänge aus Bruchstein, mit einer dicken Erdschicht bedeckt – perfekte Bedingungen für die Reifung.
Drinnen: lange Gänge, meterhohe Regale voller Käselaibe, umgeben von Fels. Wohin man blickt, verwinkelte Ecken, kleine Räume für spezielle Reifung. In den Zwischengängen Tropfsteine an der Decke – feucht, kühl, ideal für Comté.
Hier reifen über 100.000 Laibe zwischen 10 und 20 Monaten. Jeder Laib wird per Hand aus dem Regal geholt, kontrolliert, geklopft, geprüft. Durch das Klopfen hören die Käsemeister (ein dumpfer Ton), ob der Käseteig Risse bekommen hat – und ob der Laib „fertig“ ist. Die Laibe werden nicht mit Salzwasser gewaschen oder gebürstet, sondern mit relativ grobem Salz bestreut.