Die Jahre 2017 bis 2019 waren für uns eine Art Zwischenzeit – aber im besten Sinne: Es war die Phase, in der aus unserer kleinen, familiären Idee ein richtiges Unternehmen wurde. Stück für Stück. Ohne großes Aufsehen, aber mit viel Substanz.
Unsere Kisten wurden mehr, unsere Touren länger, unser Anspruch größer. Wir begannen, Abläufe zu optimieren, erste Mitarbeitende außerhalb der Familie einzustellen – ein großer Schritt für uns. Denn es war plötzlich nicht mehr nur „unser Projekt“, sondern auch Verantwortung für andere Menschen und ihre Jobs.
Gleichzeitig blieben wir uns treu. Jeder neue Schritt, jede Entscheidung wurde daran gemessen, ob sie zu unserer Haltung passte: 100 % Bio. Regional. Ehrlich. Und alltagsnah.
Wir fuhren auf Märkte, besuchten neue Biohöfe, überzeugten Partner:innen, ihre Produkte direkt über uns zu vermarkten.
Das war uns wichtig: Dass die Landwirt:innen in unserer Region nicht auf ihrer Ernte sitzen bleiben, sondern faire Preise bekommen – und dass unsere Kund:innen wissen, wo ihr Essen herkommt.
Wir arbeiteten viel. Oft mehr als gesund war. Ivan, ich, unsere Familie – wir lebten den Bioboten wirklich rund um die Uhr. Urlaub war selten, freie Wochenenden noch seltener. Aber es fühlte sich richtig an.
Denn mit jeder gelieferten Kiste hatten wir das Gefühl: Wir machen einen kleinen Unterschied.
Rückblickend war das eine Zeit des inneren Wachstums.
Kein spektakuläres Jahr mit großen Sprüngen – aber genau das Fundament, auf dem alles, was später kam, stehen konnte.