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Nicama Sheacremes

Dürfen wir vorstellen? NICAMA NATURKOSMETIK

Mit NICAMA ist eine Naturkosmetikmarke aus Dresden bei uns eingezogen, die mit ungewöhnlichen Inhaltsstoffen, durchdachten Pflegeprodukten und ihrem Engagement gegen Plastikmüll zeigt, dass hinter einem Stück Seife so einiges stecken kann. Wir stellen sie euch vor.

KI-generierte Beschreibung: Das Bild zeigt eine grüne, wellenförmige Linie.

Über NICAMA

Bei NICAMA dreht sich alles um Naturkosmetik, die nicht nur gut pflegen soll, sondern auch mit durchdachten Ideen überzeugt. Das junge Unternehmen aus Dresden setzt auf feste Pflegeprodukte, möglichst wenig Plastik und Inhaltsstoffe, die man nicht unbedingt im Kosmetikregal vermuten würde. Denn bei NICAMA finden auch Rohstoffe Verwendung, die anderswo häufig als Reststoffe übrig bleiben. So bekommen beispielsweise Kaffeesatz und Orangenschalen in ausgewählten Pflegeprodukten eine neue Aufgabe.

Dabei legt NICAMA Wert auf eine bewusste Auswahl der Inhaltsstoffe und beschäftigt sich nicht nur mit dem fertigen Produkt, sondern auch mit dessen Herstellung und Verpackung. Ein weiterer Bestandteil des Unternehmenskonzepts ist das Engagement gegen Plastikmüll, das über die eigenen Produkte hinausgeht.

Was als gemeinsame Idee begann, ist inzwischen zu einer Marke mit einem vielseitigen Sortiment geworden. Von festen Shampoos und Naturseifen über Deo- und Sheacremes bis hin zu Pflegeölen ist einiges dabei.

Nicama Logo
KI-generierte Beschreibung: Das Bild zeigt eine grüne, wellenförmige Linie.

Das Team

Hinter NICAMA stehen Jannis, Luca, Zeno und Leander. Vier Gründer, die sich mit einer Frage beschäftigt haben: Muss bei der täglichen Körperpflege eigentlich so viel Plastik anfallen?

Aus diesem Gedanken entstand die Idee, eigene Kosmetikprodukte zu entwickeln und dabei einiges anders zu machen. Doch den vier Gründern geht es nicht allein darum, herkömmliche Pflegeprodukte durch feste Alternativen zu ersetzen. Sie möchten auch bei den verwendeten Rohstoffen neue Wege gehen und zeigen, dass sich vermeintliche Reststoffe sinnvoll weiterverwenden lassen.

Gleichzeitig wollen sie mit ihrem Unternehmen über das eigene Sortiment hinaus etwas bewegen. Deshalb gehört auch die Unterstützung von Projekten gegen Plastikmüll zum Konzept von NICAMA.

Was die vier bei der Gründung angetrieben hat, welche Herausforderungen ihnen auf dem Weg begegnet sind und was sie für die Zukunft planen, haben wir sie im Interview gefragt.

Nicama Gründer
KI-generierte Beschreibung: Das Bild zeigt eine dünne, grüne Linie auf weißem Hintergrund.

Interview - wir haben für euch nachgefragt

Moin liebes NICAMA-Team, 

schön, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wir sind große Fans von euren Produkten und freuen uns, unseren Kunden eure Marke näherbringen zu können.

KI-generierte Beschreibung: Das Bild zeigt eine grüne, wellenförmige Linie.

Ihr habt NICAMA gegründet, weil euch die vielen Plastikverpackungen im Kosmetikregal gestört haben. Wann wurde aus diesem Gedanken die konkrete Idee, eine eigene Kosmetikmarke aufzubauen? 

Wir haben uns während des Studiums kennengelernt, bei der gemeinsamen Arbeit in einem gemeinnützigen, soziokulturellen Verein. Dort haben wir schon gemerkt, dass wir gut zusammen anpacken können. Gestört hat uns alle dasselbe: Shampoo, Duschgel, Creme, fast alles im Kosmetikregal steckt in Plastik, selbst bei vielen Naturkosmetikmarken. Irgendwann war klar, dass Meckern allein nichts ändert. 2019 haben wir dann NICAMA gegründet, mit dem Anspruch: Das geht besser, und wir zeigen, wie.
Für unsere ersten Naturkosmetikprodukte haben wir über ein Jahr an der Rezeptur experimentiert. 2020 sind wir mit vier festen Shampoos gestartet, die bis heute zu unseren beliebtesten Produkten gehören. Inzwischen umfasst unser Sortiment rund 80 Produkte, von festen Shampoos über Seifen bis zu Pflegeölen, Deo- und Sheacremes.

 

Bei euch landen auch Inhaltsstoffe in der Kosmetik, die anderswo häufig als Reststoffe anfallen, zum Beispiel Kaffeesatz oder Orangenschalen. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen und welche Herausforderungen bringt die Verarbeitung mit sich? 

Uns hat beschäftigt, dass bei der Herstellung von Lebensmitteln jede Menge wertvolle Reste anfallen, die einfach entsorgt werden. Dabei steckt zum Beispiel im Kaffeesatz oder in Orangenschalen noch viel, was der Haut guttut. Für uns war deshalb klar: Reststoffe sind kein Müll.

Heute verarbeiten wir Kaffeesatz aus Dresdner Bio-Cafés, Orangen- und Zitronenschalen sowie Apfeltrester aus der Saftproduktion zu Peelingseifen und Peelings. Außerdem haben wir die weltweit erste Seife mit Kaffeekirsche auf den Markt gebracht. Das ist das Fruchtfleisch rund um die Kaffeebohne, das bei der Ernte meist einfach auf den Feldern landet.

Einfach sind die Beschaffung und Verarbeitung von Upcycling-Rohstoffen nicht. Den Kaffeesatz holen wir beispielsweise direkt bei den Bio-Cafés ab und trocknen ihn noch am selben Tag, damit er nicht verdirbt.

Nicama Upcycling Seife

Was ist euch bei der Entwicklung neuer Pflegeprodukte besonders wichtig und woran merkt ihr, dass eine Rezeptur wirklich zu NICAMA passt? 

Wir setzen auf minimale Rezepturen: wenige, aber gezielt ausgewählte und hochwertige Inhaltsstoffe. Alles, was keinen echten Nutzen für Haut oder Haar hat, lassen wir weg. Unsere Produkte kommen ohne künstliche Konservierungsstoffe, Silikone, Parabene und Mikroplastik aus und sind COSMOS-Organic-zertifiziert. Viele unserer Pflegeprodukte, wie zum Beispiel unsere neuen Bio-Sheacremes, sind wasserfrei und kommen deshalb ganz ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren aus. Ergänzt werden sie durch Wirkstoffe wie Ceramide, Q10 oder Arnika.

Neue Produkte entwickeln wir selbst, hin und wieder aber auch gemeinsam mit Expert:innen. Getestet wird im Team, im Familien- und Freundeskreis, aber auch mit unserer Community. Zwischen der ersten Idee und dem fertigen Produkt liegen meist neun bis zwölf Monate. Hergestellt werden unsere Produkte von Hand in Deutschland.

Manchmal dauert die Produktentwicklung aber auch deutlich länger. An einem festen Conditioner arbeiten wir schon seit mehreren Jahren, und bis heute haben wir noch keine Rezeptur entwickeln können, die uns wirklich überzeugt. Deshalb gibt es ihn noch nicht. Wenn ein Produkt unserem Anspruch nicht genügt, bringen wir es nicht auf den Markt.

 

Viele Menschen sind feste Shampoos oder Naturseifen noch nicht gewohnt. Was würdet ihr jemandem empfehlen, der zum ersten Mal von herkömmlichen Pflegeprodukten auf feste Naturkosmetik umsteigen möchte?

Unser wichtigster Tipp: nicht alles auf einmal umstellen, sondern mit einem Produkt anfangen. Am einfachsten ist der Einstieg mit einer festen Duschseife statt Duschgel. Die Anwendung ist genauso unkompliziert, und ein Stück hält deutlich länger als eine Flasche Duschgel.

Beim festen Shampoo lohnt es sich, eines zu wählen, das zum eigenen Haar passt. Bei uns gibt es zum Beispiel Sorten für trockenes, sprödes oder schnell fettendes Haar und für empfindliche Kopfhaut. In der Anwendung ist es ganz einfach: Haare gut mit Wasser nass machen, das Shampoo ein paar Mal über das Haar streichen oder in den Händen aufschäumen, einmassieren und gründlich ausspülen. Wer vorher konventionelle Shampoos mit Silikonen benutzt hat, sollte etwas Geduld mitbringen: Gebt eurem Haar ein bis zwei Wochen Zeit, um sich umzustellen.

Ganz wichtig ist die richtige Aufbewahrung. Feste Produkte sollten nach dem Duschen gut trocknen können und nicht im Wasser stehen. Unsere Empfehlung für die Dusche oder das Waschbecken ist ein Magnetseifenhalter: Ein kleines Metallplättchen wird in die Seife gedrückt, und sie hängt frei am Halter. So trocknet sie rundum, nichts weicht auf, und das Stück hält am längsten. Für unterwegs eignet sich eine Dose mit Abtropfgitter. Und wer gern reist, wird feste Produkte schnell lieben: Sie wiegen weniger, brauchen weniger Platz, können nicht auslaufen und fallen nicht unter die Flüssigkeitsbeschränkungen im Handgepäck.

KI-generierte Beschreibung: Das Bild zeigt zwei grüne Blätter.
Nicama Naturseifen

Mit eurem 1plus1-Prinzip finanziert ihr für jedes verkaufte Hauptprodukt die Sammlung von 100 Gramm Plastikmüll. Wie genau funktioniert das in der Praxis und wie stellt ihr sicher, dass die versprochene Menge tatsächlich gesammelt wird?

Das Prinzip ist einfach: Du kaufst ein Produkt, wir finanzieren die Bergung von 100 Gramm Plastikmüll in Küstenregionen. Das gilt für jedes unserer NICAMA-Pflegeprodukte, von der großen Seife bis zum kleinen 25-Gramm-Stück. Ausgenommen sind nur Zubehör wie Seifendosen und Produkte anderer Hersteller.

Regen, Wind und Überschwemmungen tragen Plastikmüll vom Land ins Meer. Er soll abgefangen werden, bevor er dort ankommt. Dafür arbeiten wir seit 2020 mit unserem Partner CleanHub zusammen und unterstützen das Projekt „Green Worms Waste Management“ in Südindien. Dort wird in Küstenregionen Plastikmüll gesammelt, sortiert und verwertet. Die Menschen, die das vor Ort übernehmen, werden fair bezahlt und sind sozialversichert.

Jede Sammlung wird von CleanHub digital erfasst und unabhängig geprüft, das System selbst ist TÜV-geprüft. Unsere Kund:innen können außerdem über einen QR-Code auf dem Produkt nachverfolgen, wo ihre Hilfe ankommt. Bis heute haben wir so die Bergung von mehr als 42.000 Kilogramm Plastik finanziert. Diese Zahl wächst jeden Monat, und ehrlich gesagt motiviert sie uns als Team jedes Mal aufs Neue.

Auch vor unserer eigenen Haustür packen wir an: Gemeinsam mit der Kosmetikerin Charlotte Meentzen und der Naturschutzjugend NAJU haben wir bereits mehrere hundert Kilogramm Plastik vom Elbufer geborgen.

Nicama Clean Hub

Worauf seid ihr bei NICAMA besonders stolz? Gibt es ein Produkt, ein Projekt oder einen Moment, bei dem ihr gesagt habt: Genau dafür machen wir das?

Am meisten stolz sind wir darauf, was über unser 1plus1-Prinzip zusammengekommen ist: Mehr als 42.000 Kilogramm Plastikmüll, deren Bergung wir finanzieren konnten. Wie viel das wirklich bedeutet, hat unser Mitgründer Zeno Anfang 2026 erlebt. Er war vor Ort im indischen Bundesstaat Kerala und hat die Menschen und Projekte dort persönlich kennengelernt. Zu sehen, was dort mit unserer Unterstützung passiert, war für uns ein echter „Genau dafür machen wir das“-Moment.

Genauso motivierend ist das Feedback unserer Kund:innen. Jede Nachricht, jede positive Produktbewertung und jedes Gespräch zeigen uns, dass wir mit unseren Produkten viele Menschen glücklich machen dürfen. Darauf sind wir stolz.

Und natürlich freuen wir uns darüber, wie weit wir gekommen sind, ohne unseren Anspruch aufzugeben. Aus vier festen Shampoos sind rund 80 Produkte geworden, die man heute bei mehr als 650 Händlern in ganz Deutschland findet.

 

Wenn ihr fünf Jahre nach vorne schaut: Was möchtet ihr mit NICAMA bis dahin erreicht haben, sowohl mit euren Produkten als auch mit euren Projekten gegen Plastikmüll?
In fünf Jahren soll Naturkosmetik für noch viel mehr Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag gehören. Dafür entwickeln wir unser Sortiment weiter, mit neuen Upcycling-Beauty-Produkten im Sinne der Kreislaufwirtschaft und mit Rezepturen, die Wirkstoff- und Naturkosmetik verbinden. Gleichzeitig möchten wir NICAMA in noch mehr Läden bringen, damit unsere Produkte leicht zu finden sind. Und mit jedem weiteren verkauften Produkt wächst auch die Menge an Plastikmüll, deren Bergung wir finanzieren!

Nicama Produkte bei uns im Shop:

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