Zweite Station: Biosennerei Hatzenstädt
Danach ging es für mich zur Biosennerei Hatzenstädt am Niederndorferberg.
Die Sennerei wurde 1937 von Bauern und Milchlieferanten aus der Umgebung gegründet. Heute zählt die Genossenschaft 43 Mitglieder. Besonders bemerkenswert finde ich, dass bereits 1991 die gesamte Käserei auf Bio-Betrieb umgestellt wurde.
Und Hatzenstädt hat eine Geschichte, die ich euch unbedingt erzählen muss.
Fun Fact: Hier fuhr die Milch mit der Seilbahn
Als die Sennerei 1937 gegründet wurde, entstand gleichzeitig ein Seilbahnnetz. Darüber konnte die Milch von den Bergbauern zur Käserei transportiert werden. Und die Bahn fuhr nicht einfach leer zurück: Über sie gelangten damals auch wichtige Lebensmittel und Tierfutter hinauf zu den Höfen. Milch per Seilbahn zur Käserei, das hatte selbst ich so noch nicht oft gehört.
Auch die Dimensionen der Käse sind spannend. Ein Emmentaler-Laib aus Hatzenstädt bringt ungefähr 75 kg auf die Waage und reift mindestens drei Monate.
Der Bergkäse ist mit rund 30 kg etwas handlicher, verbringt dafür aber je nach gewünschter Reife zwischen 4 Monaten und 2 Jahren im Keller.
Für euch habe ich hier drei unterschiedliche Käse ausgesucht:
Tiroler Emmentaler
Tiroler Bergkäse
Hatzenstädter Heubauernkäse, 25 % Fett i. Tr.
Der Heubauernkäse fällt dabei ein bisschen aus der Reihe. Es handelt sich um einen magereren Schnittkäse. Bei seiner Herstellung wird der Käsebruch nicht gepresst, sondern von Hand in die Formen gefüllt.
Ich finde gerade solche Unterschiede spannend, weil sie zeigen, wie vielfältig Käse aus derselben Region sein kann.